Sorghum

Der Sorghum-Anbau gehört in Deutschland noch zu einer Nische. Dabei ist Körnersorghum mit über 40 Millionen Hektar Anbaufläche weltweit das fünfthäufigste angebaute Getreide.

Erfahren Sie mehr überunsere Sorghum-Sorten von Holtmann Saaten, die Sie in Deutschland ertragreich anbauen.

Ihre Vorteile, wenn Sie Sorghum-Saatgut bei uns bestellen:

  • ergiebige Sorten – bis zu 20 t/ha Trockenmasse
  • Ideal in sehr trockenen Jahren: Bis zu 30% weniger Wasserbedarf als MaisHohe Erträge auch in trockenen Jahren – ideal als Ergänzung/ Alternative zu Mais
  • Hohe Methanerträge in der Biogasanlage – nahezu vergleichbar mit Mais (bis zu 488 l/kg oTS)
  • Bessere Stabilisierung der Bodenstruktur als Mais, da feinere Wurzelstruktur
  • Maiswurzelbohrer ist in Sorghum-Beständen kein Thema
  • Wildschweine fressen Sorghum nicht – keine Wildschäden

Hinweis: eine Ernte in der Vollreife ist nicht zu empfehlen, da Verdaulichkeit und Gasbildung optimal in EC 50 /Ähren schieben sind. Gigant HS ist daher mehrschnittig (mit Anwelken) zu nutzen.

CREA HS Sorghum

  • Sorghum Sorte mit sehr hohen Erträgen: Bis zu 20 t/ha Trockenmasse
  • Sehr hohe Verdaulichkeit – ideal als Silage für Kühe
  • Mehrschnittig: idealer Zeitpunkt: Ende Schossen EC 40 (nach ca. 30-45 Tagen)
  • Hoher Zuckergehalt: bis zu 150 g/kg TM
  • Proteingehalt: > 10%
  • Ideal in sehr trockenen Jahren: Bis zu 30% weniger Wasserbedarf als Mais
  • Saatstärke: 25 kg/ ha

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GIGANT HS Sorghum

  • Sorghum Sorte mit sehr hohen Erträgen
  • Sehr hohe Verdaulichkeit – ideal als Biogassubstrat
  • Mehrschnittig: idealer Zeitpunkt: Ende Schossen EC 50 (nach ca. 40-55 Tagen)
  • Ideal in sehr trockenen Jahren: Bis zu 30% weniger Wasserbedarf als Mais
  • Saatstärke: 5-8 kg/ ha
  • Lieferung: Sack mit 10 kg

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Suzy HS Sorghum

  • Sorghum Sorte mit hohen Erträgen: Bis zu 20 t/ha Trockenmasse
  • Mehrschnittig, idealer Erntezeitpunkt EC 40 bis EC 50
  • Hoher Zuckergehalt: Bis zu 150g/kg TM
  • Proteingehalt: > 10%
  • Bis zu 30% weniger Wasserbedarf als Mais
  • Saatstärke Futter & Biogas: 10-15 kg/ha

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Sorghum – Infos zur Pflanze

Sorghum ist eine C4-Pflanze, wie Mais, stammt aus Indien und gehört zur Familie der Süßgräser. In Indiesn wurde es bereits 2000 vor Christus genutzt. Es ist ein Spelzgetreide und gehört zur Gattung der Hirse, mit circa 30 verschiedenen Arten. Sorghum bicolor zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Arten.

Getreide mit Zukunft

In Deutschland liegt der Fokus auf der Herstellung von Biogas durch Sorghum, als nachwachsende Energiepflanze. Hier ist die Anbaufläche 2018 um 6 % oder 9.000 ha auf 146.000 ha gewachsen.

Sorghum ist ein weltweites Grundnahrungsmittel. In den USA wird es zudem zur Gewinnung von Bioethanol angebaut. Diese Getreideart ist ein wichtiges Nahrungsmittel in Afrika, aber sie wird vermehrt auch in Südasien, Zentralamerika und Südeuropa angebaut.

Bedeutung von Sorghum als Kulturpflanze

In Deutschland liegt der Fokus auf der Herstellung von Biogas durch Sorghum, als nachwachsende Energiepflanze. Hier ist die Anbaufläche 2018 um 6 % oder 9.000 ha auf 146.000 ha gewachsen.

2018 nahm Sorghum bicolor unter allen Getreiden die fünfgrößte Anbaufläche weltweit ein – nach Weizen, Mais, Reis und Gerste. USA sind die größten Produzenten und zusammen mit Argentinien die größten Exporteure.

Klima & Standortansprüche

Sorghum ist wie Mais eine wärmeliebende Pflanze. Sie ist allerdings deutlich kälteempfindlicher, was den Anbau in gemäßigten Klimazonen erschwert, da der Vegetationszeitraum deutlich begrenzt ist. Standorte für Sorghum sollten ausreichend hohe Temperatursummen aufweisen. Im Herbst können schon bei Temperaturen unter +4 °C Kälteschäden entstehen.

Sorghum stellt an den Boden nur sehr geringe Ansprüche. Jedoch sind insbesondere kalte Böden und Staunässe zu vermeiden. Trockene Standorte versprechen hohe Masseerträge. Der pH-Wert sollte mindestens 5,0 betragen.

Sorghum ist sehr gut für den Anbau an Waldrändern geeignet, wo oft Wildschweine großen Schaden anrichten. Die Pflanze hat in ihrer Jugendphase, bei einer Größe von 60 bis 90 cm, einen erhöhten Blausäuregehalt. Deshalb bleiben sowohl Wildschweine als auch der gefürchtete Maiswurzelbohrer der Pflanze fern.

Die Pflanze benötigt zur Keimung und zum Auflaufen genügend Feuchtigkeit, um eine ausreichende Bestandsdichte zu erreichen.

Ansprüche an die Wasserversorgung

Durch seine Adaptation an trockene Anbaugebiete braucht Sorghum nur zwischen 400 und 600 mm Niederschlag pro Jahr, um gute Erträge zu erzielen.

Sein tief reichendes und fein verzweigtes Wurzelsystem sorgt für sein hervorragendes Wasseraneignungsvermögen. In trockenen Jahren spielt nicht die Wassernutzungseffizienz der Pflanze eine wichtige Rolle, sondern das Bodenwasseraneignungsvermögen.

Aufgrund seiner Fähigkeit, das Wachstum nach einer Dürreperiode wiederaufzunehmen, hat Sorghum eine hohe Ertragssicherheit. Dies ist auch ein großer Unterschied zu anderen Kulturpflanzen, die in Dürrephasen irreversible Schäden nehmen.

Ansprüche an den Boden

Sorghum stellt gewisse Ansprüche an einen abgesetzten und gut durchgearbeiteten Boden. Das Saatbett muss wesentlich feinkrümeliger sein als für Mais. Auch wenn die Verfahrenskosten höher, die Erosionsgefahr größer und die Auswirkungen auf das Bodenleben negativ sein können, empfiehlt sich der Einsatz eines Pflugs zur wendenden Bodenbearbeitung.

Weitere Anbautipps finden Sie hier.

Verwertung von Sorghum

Sojabohnen sind ein hochwertiges Futtermittel, deren Eiweiß eine hohe biologische Wertigkeit aufweist. Sie enthält etwa 18 bis 20 Prozent Öl, etwa 30 Prozent Kohlenhydrate und etwa 40 Prozent Eiweiß.

Die rohe Sojabohne enthält Trypsin-Hemmstoffe, das sind Eiweißblocker. Dadurch ist das enthaltene Eiweiß für Schweine oder Geflügel nur eingeschränkt verfügbar.

Erst durch eine Wärmebehandlung lassen sich die Eiweißblocker deaktivieren, beispielsweise durch Extrusion oder Toasten. Das Protein ist anschließend besser verdaulich und für die Tiere verwertbar. Rinder hingegen vertragen rohe Sojabohnen. Die Wiederkäuer sind ab einem Gewicht von 150 bis 200 kg in der Lage, das Sojaeiweiß aufzuschließen.

Sojabohnen verderben leicht. Damit die geschroteten Bohnen bei warmem Wetter nicht ranzig werden, ist es sinnvoll, die Rationen nur für zwei bis drei Tage vorzuschroten.

Die Sojabohne als Lebensmittel muss bestimmte Kriterien erfüllen. Daher ist der Sojaanbau in der Lebensmittelproduktion genau vertraglich geregelt. Dazu gehören Vorschriften zu Sauberkeit, Lagerung und Trocknung der Sojabohne, die die Hersteller der Sojabohnen genau einhalten müssen.

Die Lebensmittelhersteller ziehen bestimmte Sorten vor, die gut schmecken. Für die Tofu-Herstellung achten sie auf eine ganz bestimmte Struktur, damit eine möglichst hohe Ausbeute möglich ist. Die Tofu-Herstellung erfolgt insbesondere im Bio-Bereich.

Sojagetränke können Menschen mit Laktose-Intoleranz gut vertragen. Sojaöl hat einen Anteil von 50 Prozent Linolsäure und 5 bis 12 Prozent Linolensäure und ist cholesterinfrei. Es zählt zu den wertvollsten Speiseölen.